Ab 2027: Ausbildung zur Pflegefachassistenz (m/w/d)

Pflegefachassistentinnen bzw. Pflegefachassistenten (m/w/d) helfen pflegebedürftigen Menschen bei der Körperpflege, beim Ankleiden, bei der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme und motivieren sie zu Bewegung. Sie betreuen hilfsbedürftige Personen auch in ihrem Alltag und wirken z. B. bei tagesstrukturierenden Maßnahmen mit oder unterstützen sie bei der Pflege der Wohnräume und der Versorgung von Haustieren. 

Auf Anweisung von Pflegefachkräften messen sie Vitalwerte wie Blutdruck, Puls und Körpertemperatur von Patientinnen und Patienten, führen Blutzuckerkontrollen durch oder verteilen und verabreichen Medikamente. Sie beobachten den Zustand von Patientinnen und Patienten und ziehen bei Krisensituationen Pflegefachkräfte hinzu. In lebensbedrohenden Situationen leiten sie lebensrettende Sofortmaßnahmen ein. Auch die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Bezugspersonen bzw. ihren Angehörigen kann zum Aufgabengebiet gehören. Durchgeführte Pflegemaßnahmen, ermittelte Werte sowie ihre eigenen Beobachtungen halten Pflegefachassistentinnen bzw. -assistenten in der Pflegedokumentation fest.

Mit der Einführung einer bundeseinheitlichen Pflegefachassistenzausbildung startet die Ausbildung 2027. Es vereinheitlicht bundesweit die Ausbildungen in der Pflegehilfe und -assistenz. Die Ausbildung ist generalistisch ausgerichtet.

Ausbildungsdauer und Struktur

Die Ausbildung zur Pflegefachassistenz (m/w/d) beträgt in Vollzeit 18 Monate. Es besteht auch die Möglichkeit einer Teilzeitausbildung, die bis zu 36 Monate dauern kann. Für Personen mit Berufserfahrung sind Verkürzungen auf 12 Monate oder weniger möglich. 

Voraussetzungen

Grundsätzlich ist ein Hauptschulabschluss erforderlich. In bestimmten Fällen kann auch ohne Schulabschluss eine Zulassung erfolgen, wenn eine positive Prognose der Pflegeschule vorliegt. 

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung umfasst Pflichtpraktika in den drei großen Versorgungsbereichen:

Der Aufbau der Ausbildung orientiert sich am Pflegeberufegesetz und ermöglicht eine verkürzte Qualifizierung zur Pflegefachperson. 

Vergütung und Perspektiven

Die Auszubildenden erhalten eine angemessene Ausbildungsvergütung. 

Berufliche Perspektiven

Nach Abschluss der Ausbildung können die Absolventinnen und Absolventen in allen Versorgungsbereichen der Pflege in Deutschland arbeiten. Die Ausbildung soll dazu beitragen, mehr Fachkräfte für die Pflege zu gewinnen und die Anerkennung ausländischer Abschlüsse zu erleichtern. 

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