Von der Idee zur Strategie: ARTEMED AKADEMIE gestaltet die Zukunft klinischer Simulationstrainings

Zweites CRM-Instruktorentreffen setzt wichtige Impulse für die standortübergreifende Zusammenarbeit

Ein High-Fidelity-Simulator in einem Bett, ein mit Decken gefüllter Kartoffelsack im anderen. Zwei Experten liefern sich ein engagiertes Streitgespräch, umringt von erfahrenen Simulations-Instruktorinnen und -Instruktoren. Die Frage: Braucht gute Simulation modernste Technik oder reicht manchmal auch ein Kartoffelsack?

Nach 30 Minuten intensiver Diskussion gibt es Applaus, aber keinen Sieger. Denn das Fazit ist eindeutig: „Gute Simulation definiert sich nicht über den Preis oder die Komplexität eines Simulators. Entscheidend sind die Lernziele, die didaktische Gestaltung und die Expertinnen und Experten, die das Training durchführen“, sind sich Dr. Daniel Schmitz, leitender Oberarzt in der Anästhesie am St. Josefskrankenhaus Freiburg, und Prof. Dr. Stefan Schröder, Chefarzt der Anästhesie am Krankenhaus Düren, einig, die die Diskussion moderierten.

Mit genau solchen Fragestellungen beschäftigten sich die Teilnehmenden des zweiten CRM-Instruktorentreffens der ARTEMED AKADEMIE, das im Juni im Simulationszentrum des Benedictus Krankenhauses Tutzing stattfand. Expertinnen und Experten aus Medizin, Pflege und Geburtshilfe kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, Best-Practice-Beispiele zu diskutieren und die Zukunft klinischer Simulationstrainings innerhalb der Artemed Klinikgruppe weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die Trainings als festen und wiederkehrenden Bestandteil der klinischen Aus-, Fort- und Weiterbildung zu etablieren.

„Die hohe Motivation und das Engagement aller Beteiligten zeigten eindrucksvoll, welches Potenzial in der standortübergreifenden Zusammenarbeit steckt. Gemeinsam schaffen wir nun die Grundlage für die Sicherung und Weiterentwicklung unserer Simulationstrainings“, betont Steffi Fleschner, Leitung der ARTEMED AKADEMIE.

Im Rahmen des Treffens wurden zahlreiche Zukunftsthemen identifiziert und in Arbeitsgruppen zur Weiterentwicklung überführt. Dazu zählen die gemeinsame Nutzung von Ressourcen und Trainingsmaterialien, die Standardisierung von Simulationstrainings sowie der Einsatz moderner Technologien wie Virtual Reality und videobasierter Debriefings. Ziel ist es, Lernprozesse noch praxisnäher, effektiver und nachhaltiger zu gestalten.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Safety-II-Ansatz, der heute das Herzstück moderner Simulationstrainings und insbesondere der anschließenden Debriefings bildet. Dieser richtet den Blick auf erfolgreiche Handlungen, gute Entscheidungen und funktionierende Prozesse – insbesondere in komplexen und dynamischen Situationen wie medizinischen Notfällen.

Die Teilnehmenden waren sich einig, dass Safety-II einen erheblichen Mehrwert für die Aus- und Weiterbildung bietet. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Anwendung im Debriefing eine hohe methodische Kompetenz erfordert und kontinuierlich trainiert werden muss.

„Das Treffen war eine wertvolle Plattform für den standortübergreifenden Austausch. Die hohe fachliche Expertise, die Offenheit innerhalb der Gruppe und die gemeinsame Vision einer modernen Lernkultur haben wieder einmal gezeigt, welches Potenzial in unserem Netzwerk steckt“, resümiert Tim Steckel, geschäftsführender Direktor der Artemed SE. Mit der Unterstützung des Direktoriums erhält die Zukunft des Simulationstrainings zusätzliche strategische Bedeutung als wichtiger Bestandteil der Personalentwicklung innerhalb der Artemed Klinikgruppe. 

Mit dem erfolgreichen Treffen in Tutzing am Starnberger See wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem standortübergreifenden Simulationsnetzwerk gesetzt. Das nächste Simulationstraining für angehende Fachärztinnen und Fachärzte der Anästhesie - insbesondere für die Süd-Standorte - findet vom 13. bis 15. November 2026 in Tutzing statt.

 

Veralteter Browser

Sie verwenden einen veralteten Browser. Die korrekte Darstellung der Webseite ist nicht garantiert und die Bedienung ist eingeschränkt bis hin zu nicht bedienbar.